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Ex-Vizekanzler Joschka Fischer steigt ins Cannabis-Geschäft ein

Wenn ein ehemaliger Vizekanzler und Außenminister eines europäischen Landes aktiv im Cannabis-Geschäft involviert ist, kann man zwei Schlussfolgerungen treffen: entweder das passiert, weil Cannabis tatsächlich auf dem Vormarsch ist, legalisiert werden sollte und Fischer das aus reiner Passion tut, oder weil er schlichtweg am finanziellen Hintergrund interessiert ist. Oder eben beides! Was genau Joschka Fischer dazu bewogen hat,
Mitglied im internationalen Beirat bei Tilray
zu werden, ist aktuell noch nicht bekannt. Zumindest gibt es kein offizielles Statement dazu. In einem bereits älteren Interview mit der (leider seit 2002 eingestellten) Zeitschrift
die Woche
, hatte Fischer damals allerdings sein Faible für Cannabis und Hanf verlauten lassen.
Ich habe Haschisch geraucht, mit durchaus positiver Wirkung!
Das kanadische Unternehmen Tilray bezeichnet sich selber als Marktführer in der Cannabis-Produktion und hat erst vor kurzem immer wieder für entsprechende Schlagzeilen gesorgt. So plane das Unternehmen beispielsweise auch im Getränke-Business aktiv zu werden und Cannabis- bzw. THC-haltige Biere zu entwickeln. Viele der europäischen Märkte sind für Tilray natürlich hochinteressant, da dort eine mögliche Legalisierung erst ansteht. Mit den entsprechenden Produkten, aber vor allem Beziehungen, wird ein sehr schneller Markteintritt möglich, sobald die Legalisierung erfolgt ist. So will sich die kanadische Firma den "first Mover Bonus" sichern. Auch die deutsche Version der Unternehmenswebseite ist unter
https://www.tilray.de/
bereits seit einiger Zeit online: ebenfalls ein Zeichen dafür, dass der deutsche Markt aktiv angegangen werden wird. Mit Joschka Fischer haben die Kanadier jetzt natürlich jemanden im internationalen Beirat sitzen, der nicht zuletzt auf Grund seiner Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler hervorragende Verbindungen hat. Die
Meinungen der Cannabis-Community
zu Fischers Engagement bei Tilray gehen auseinander: die einen finden den Vorstoß gut und sehen damit eine große Chance, die Cannabis-Legalisierung vor allem in Deutschland voranzutreiben und zu beschleunigen. Kritiker unterstellen Fischer allerdings den reinen finanziellen Hintergrund und Geldgier. Die
Morgenpost schreibt
sogar, dass Fischer jetzt ins "Drogengeschäft" eingestiegen wäre:
Jahrelang kämpfte er in der Politik für den legalen Cannabiskonsum, jetzt steigt er ins Geschäft mit der Droge ein.

Die von der MoPo durchgeführte Umfrage finden wir übrigens (trotz der zu unterstützenden Umfragewerte) durchaus fraglich: mit der Vorgabe möglicher Antworten bzw. Begründungen für oder wider der Legalisierung findet durchaus eine bewusste Beeinflussung der Wähler statt. Weitere Quellen:
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