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Geplantes Cannabis-Gesetz: Zu Besuch in einem Headshop in Münster

Ein geplantes Cannabis-Gesetz könnte es Menschen, die nicht selbst anbauen können oder wollen, ermöglichen, Mitglied in einem "Cannabis Social Club" (CSC) zu werden. In einem solchen Club wäre der Anbau von Marihuana erlaubt, um die Mitglieder untereinander mit bis zu 50 Gramm pro Kopf und Monat zu "versorgen".
"In Spanien und Portugal wurden ähnliche Clubs schon wieder geschlossen", berichtet Gilbert Kleinbrahm, Inhaber eines Headshops in Münster und kein Befürworter der geplanten Cannabis-Clubs.
Bedenken und Kritik an den Cannabis-Clubs
Kleinbrahm ist der Meinung, dass die geplanten Cannabis-Clubs zwar den Schwarzmarkt bekämpfen und den Verkauf und Konsum von Cannabis abseits der Öffentlichkeit ermöglichen könnten, jedoch hält er diese Idee für "Quatsch". Seiner Ansicht nach ist es unmöglich, das Geschehen in solchen Clubs effektiv zu kontrollieren. In Spanien und Portugal seien ähnliche Clubs bereits geschlossen worden, da dort zu viel Drogenhandel stattgefunden habe. Zudem sei der Konsum von Haschisch in solchen Clubs verboten. Anstatt das geplante Gesetz durchzusetzen, plädiert Kleinbrahm dafür, Cannabis generell zu legalisieren. Er argumentiert, dass niemand wegen eines kleinen Mengenbesitzes vor Gericht gezogen werden sollte.
Verkauf von Hanf in Fachgeschäften
Der Verkauf von Hanf in Fachgeschäften, jedoch nicht in Clubs, soll laut dem Gesetzentwurf nur in speziellen Modellregionen erprobt werden. Die Stadt Münster hat Interesse bekundet, eine solche Modellregion zu werden. Auch Gilbert Kleinbrahm würde gerne mit seinem Headshop an einem solchen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis teilnehmen. Vorher möchte er jedoch abwarten, welche Entscheidung der Bundestag letztendlich treffen wird.
Am 18.10.2023 wird der WDR Fernsehen über dieses Thema berichten.
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